• 30. April bis 31. Oktober 2020 Manfred Deix trifft Werner Berg

    Die Ausstellung wird - in Zusammenarbeit mit Marietta Deix, sowie dem Karikaturmuseum Krems - von Dr. Harald Scheicher kuratiert und findet im Rahmen der Kärntner Landesausstellung „CARINTHIja 2020 -100 Jahre Kärntner Volksabstimmung, Zeitreisen und Perspektiven“ statt.

Manfred Deix trifft Werner Berg

Hauptausstellung im Werner Berg Museum - 30. April bis 31. Oktober 2020

Manfred Deix und Werner Berg - zwei Künstler mit genialem Blick für Eigenheiten und Besonderheiten ihrer Mitmenschen haben sich an ihrer Heimat - ob satirisch oder mitfühlend - lebenslang abgearbeitet, mit unverwechselbaren Menschenbildern unsere Vorstellung geprägt und ein Bild Zeitgeschichte hinterlassen. Die Gegenüberstellung ihrer Werke bietet auch einen überraschenden neuen Blick auf beide Künstler. Die Ausstellung wird - in Zusammenarbeit mit Marietta Deix, sowie dem Karikaturmuseum Krems - von Dr. Harald Scheicher kuratiert und findet im Rahmen der Kärntner Landesausstellung „CARINTHIja 2020 -100 Jahre Kärntner Volksabstimmung, Zeitreisen und Perspektiven“ statt.

Die Gegenüberstellung der charakteristischen Menschendarstellungen von Manfred Deix und Werner Berg soll zeigen, wie einerseits Eigentümlichkeiten und Besonderheiten eines Menschenschlages einer bestimmten Region ihren künstlerischen Niederschlag finden, wie es aber auch möglich ist, nationalistischer Selbstherrlichkeit, bösartigen Chauvinismus und bornierter Verklemmtheit durch überspitzte Darstellung eine klare Absage zu erteilen.

Lachsalven garantiert!

Eröffnung am 30. April 2020
Ausstellung vom 1 Mai bis 31. Oktober 2020
Dienstag bis Sonntag, 10:00 - 18:00 Uhr

Anhand des schmalen Grates zwischen Typologie und Karikatur sollen zentrale Fragen von Gruppenidentitäten bildhaft erörtert werden. Nach so viel Leid, mit dem die nationalen Konflikte nach den beiden Weltkriegen und die Schrecken des Nationalsozialismus für die Menschen Südkärntens erinnernd oft verbunden sind, muss es möglich sein, mit einem Augenzwinkern auf vermeintlich „völkische“ Eigenheiten zu blicken.

Deix erarbeitete in überspitzter Typologie ein Charakterbild des Österreichers – überzeichnet und auf die Spitze getrieben, wie es der Karikatur und ihrem oft beißendem Humor eigen ist. Manfred Deix wies mit seinem Bild des typischen Österreichers durch Jahrzehnte auf gesellschaftliche Schwachstellen und Fehler hin.

Seine Karikaturen können mit als Motor gesellschaftlicher Veränderungen, einer anderen Wahrnehmung der eigenen Vergangenheit und Identität ausgemacht werden und sind somit auch für eine Veränderung des kollektiven Selbstbildes verantwortlich. Die Gegenüberstellung zeigt, welch großartiger Zeichner von Menschen Manfred Deix war und eröffnet gleichzeitig eine neue Sichtweise auf den tiefgründigen, durchaus an die Karikatur grenzenden Humor vieler Arbeiten Werner Bergs.

Absichtlich unernst...

...widersetzt sich die Ausstellung dem Wunsch, Menschen wie auch Kunstwerke zu kategorisieren, sie nationalistischen Normen unterzuordnen.

Zahlreiche Ölbilder, Holzschnitte, Aquarelle, Zeichnungen und Skizzen Werner Bergs von den späten 1920er bis frühen 1980er Jahren zeigen eine Vielzahl von Menschen, die im Abstimmungsgebiet gelebt haben und wohl auch an der Volksabstimmung im Jahre 1920 teilgenommen haben. So werden uns deren Leben und Eigenart künstlerisch vor Augen geführt. Anhand von Werner Bergs Lebenslauf kann die Frage der Wählbarkeit einer Identität, wie auch einer Heimatregion, exemplarisch aufgezeigt werden.

Großflächige Fassadengestaltungen und grenzübergreifende Kooperation

Großflächige Fassadengestaltungen erweitern die Ausstellung in den öffentlichen Raum, Skulpturen von Werner Hofmeister im Garten des Museums thematisieren Zeichen und Ursprung. In grenzübergreifender Kooperation mit der Koroška galerija likovnih umetnosti in Slovenj Gradec wird im September in den beiden Museen ein Symposion zum Thema „Grenzlinien-Razmejitve-Borderlines“ durchgeführt.

Werner Berg Museum

"Menschenbilder - Manfred Deix trifft Werner Berg"
Eröffnung am 30. April 2020
Ausstellung vom 1 Mai bis 31. Oktober

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag
10:00 - 18:00 Uhr