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    Kühler Zufluchtsort für Individualisten Wackendorfer Alm

    Die Wackendorfer Alm auf knapp 1.600 Meter Seehöhe ist ein Geheimtipp für Hitzegeplagte und für alle, die dem Alltag entfliehen wollen.

Wackendorfer Alm - Kühler Zufluchtsort für Individualisten

Die Wackendorfer Alm auf knapp 1.600 Meter Seehöhe ist ein Geheimtipp für Hitzegeplagte und für alle, die dem Alltag entfliehen wollen.

Die Wackendorfer Alm ist besonders in den heißen Sommermonaten vor allem eines – der ideale Rückzugsort für Hitzegeplagte und alle, die Abkühlung und Ruhe suchen. Knapp zehn Grad weniger als im Tal misst das Thermometer auf der auf 1.600 Meter Seehöhe gelegenen Alm auf dem Massiv der Petzen. Zu Fuß geht es von Globasnitz rund 1.000 schweißtreibende Höhenmeter auf die Alm. Trotzdem befindet der Wanderer sich während der gesamten Strecke in einem angenehm kühlen Wald. Von der Alm aus gibt es die Möglichkeit, den Wackendorfer Spitz mit knapp über 2.000 Meter Seehöhe zu erklimmen, wo man mit einer grandiosen Fernsicht belohnt wird und von wo aus man an den sogenannten Felstentoren vorbeikommt.

Oder man wandert von der Alm weiter auf die Petzen, wo man gemütlich mit der Gondel ins Tal schweben kann. Auf der Alm selbst wird man von den Hüttenwirten Hildegard und Uwe Fricke mit selbstgemachten Köstlichkeiten verwöhnt. Die kühle und gute Luft tue der Seele gut, sagen die beiden Almwirte. So habe sich ein Besucher mit Burnout nach drei Tagen auf der Alm bereits wesentlich wohler gefühlt. Außerdem ist die Abgeschiedenheit ein idealer Zufluchtsort für Individualisten, und wer länger die Almatmosphäre genießen will, kann sich auch in einem der Zimmer einmieten.

Abkühlung und Ruhe

Die Wackendorfer Alm ist besonders in den heißen Sommermonaten vor allem eines – der ideale Rückzugsort für Hitzegeplagte und alle, die Abkühlung und Ruhe suchen

„Wir haben oben auf der Alm im Schnitt knapp zehn Grad weniger als bei uns im Tal“, verrät Valentin Butej, Obmann der Alm-Agrargemeinschaft Wackendorf/Unterbergen (Agrarna skupnost Večna Vas/Podgora) in Globasnitz/Globasnica. Globasnitz ist auch einer der Ausgangspunkte, will man die Alm im Wandermodus erklimmen. Der Aufstieg ist allerdings schweißtreibend. Denn auf dem rund sechs Kilometer langen Weg, der trotzdem durch einen kühlen Wald führt, sind knapp 1.000 Höhenmeter zu überwinden. Die Alm ist allerdings auch komfortabler über die Petzen zu erreichen. Oben angekommen, wird der Wanderer mit einem großartigen Ausblick belohnt. „An schönen Tagen sieht man bis hinunter nach Klagenfurt, zum Hochobir oder nach Bleiburg“, schwärmt Valentin.

  • An schönen Tagen sieht man bis nach Klagenfurt, zum Hochobir oder nach Bleiburg.
    " Bild: Hochobir

Gemütlichkeit und bizarre Felsentore

Wer noch höher hinaus will, kann die restlichen 500 Höhenmeter auf den Wackendorfer Spitz zurücklegen. Diese interessante Wanderung führt vorbei an bizarren Felsentoren.

Denn der gesamte Gebirgsstock ist Karstgebiet, was sich in den Felsformationen widerspiegelt. Außerdem geht es dann noch weiter auf die Petzen, wo der Wanderer gemütlich mit der Gondel ins Tal schweben kann. Gemütlich ist auch das Stichwort für die Wackendorfer Alm. Hier scheint die Zeit stillgestanden zu sein. Und genau diese Gemütlichkeit strahlen Hildegard und Uwe Fricke aus, die seit fünf Jahren die Alm bewirtschaften und auch die Tiere versorgen.

Schweinsbraten und Holzofen

Man muss schon Individualist sein

„Man muss schon Individualist sein“, sagt Hildegard, die jahrelang in Deutschland gelebt hat und die es jetzt wieder in ihre Heimat verschlagen hat. Gekocht wird auf einem Holzofenherd und der Schweinsbraten, den es Samstag, Sonntag und Montag gibt, schmeckt daher besonders knusprig. Und die über 70 Jahre alte Schneidemaschine kann sicher auch schon die eine oder andere Geschichte über die Alm erzählen. So wie Hildegard, die, während sie dünn geschnittene Scheiben Schweinsbraten auf Brote legt, aus dem Nähkästchen plaudert. Sie sagt: „Das Leben hier oben ist oft nicht leicht. Aber da wir keinen Fernseher haben, reden wir halt viel mehr miteinander.“ Die beiden sind von Mitte Juni bis Ende September durchgehend auf der Alm anzutreffen.

 

 

  • Das Leben hier oben ist oft nicht leicht. Aber da wir keinen Fernseher haben, reden wir halt viel mehr miteinander.
    " Hildegard und Uwe Fricke

Kühle Luft und gute Seele

Die kühle und gute Luft tue der Seele gut. Und ja: Auf der Wackendorfer Alm kann man auch nächtigen.

Was seit dem Jahr 2018 dazugekommen ist: Die Forststraße auf die Wackendorfer Alm darf nicht mehr befahren werden. Das macht sich natürlich auch bei den Gästen bemerkbar. „Aber wir machen das Beste daraus“, sagt Hildegard. Dennoch gibt es viel Gutes auf der naturbelassenen Alm. Die kühle und gute Luft tue der Seele gut, sagen die beiden Almwirte. So habe sich ein Besucher mit Burnout nach drei Tagen auf der Alm bereits wesentlich wohler gefühlt.

Und ja: Auf der Wackendorfer Alm kann man auch nächtigen. Die Zimmer sind zwar spartanisch eingerichtet, bieten aber einen sauberen Almkomfort. Vielleicht ist auch ein Zimmer ideal, wenn Mitte Juli der Wackendorfer Almkirchtag gefeiert wird, der mit einer heiligen Messe in der knapp neben der Almhütte gelegenen Hubertuskapelle beginnt. Die Kapelle ist übrigens dem heiligen Hubertus, dem Schutzpatron der Jäger, geweiht. Abkühlung und frische Luft sowie die Abgeschiedenheit an einem besonders ruhigen Platz machen die Wackendorfer Alm zu einem richtigen Geheimtipp unter den 2.000 Almen in Kärnten. Und wer die Gastfreundschaft von Hildegard und Uwe genießen möchte, sollte auch vor dem anstrengenden Anstieg nicht zurückschrecken.

ACHTUNG: Die Forststraße auf die Wackendorfer Alm darf nicht mehr befahren werden.

Anfragen & Kontakt

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Hildegard und Uwe Fricke
Tel. Nr.: 0664/75031813