• Erfrischung im Moor Naturschutzgebiet Sablatnigmoor

    Das Sablatnigmoor bleibt auch im Hochsommer kühl und bietet ein Naturparadies mit über 200 Vogelarten, Libellen, Fröschen und einer intakten Pflanzenvielfalt.

Erfrischung im Hochsommer - Sablatnigmoor in Eberndorf

Das Sablatnigmoor bleibt auch im Hochsommer kühl und bietet ein Naturparadies mit über 200 Vogelarten, Libellen, Fröschen und einer intakten Pflanzenvielfalt. Natura 2000 und Ramsar-Konvention zeugen von intakter Natur

Cool bleiben bei 30 Grad und mehr: Das schaffen Sie mit einem Besuch im Sablatnigmoor. Das Natura 2000 und Ramsargebiet bietet mit seinen Wasserflächen nicht nur ideale Lebensbedingungen für Flora und Fauna. Die Verdunstung der Gewässer kühlt bei starker Hitze die Umgebung merkbar ab. Und so behalten Sie einen kühlen Kopf, wenn Sie den Eisvogel oder die Wespenspinne beim Jagen erwischen. Schattige Plätze wie die Tomarkeusche als kleines Museum, das Bootshaus oder auch der Aussichtsturm sind ideale Stationen für neugierige Naturliebhaber. Übrigens: Das Moor war vor 10.000 Jahren von einer 200 Meter dicken Eisschicht bedeckt, das jetzige Naturschutzgebiet ist das Resultat dieser coolen Zeit.

Intakte Natur und schattige Plätze

Schattige Plätze rund ums Moor laden zur Rast ein und sind perfekt fürs Beobachten.

Stolz erklärt Schneditz, dass dieses Naturparadies gerade im Vergleich zu vielen Feuchtgebieten in Deutschland noch voll intakt ist, wie im viele Touristen bestätigen. Aber zurück zu unserer Wanderung. Nach einem kurzen Sparziergang erreichen wir die Tomarkeusche. Sie bietet mit ihren alten Steinmauern nicht nur eine wunderbare Abkühlung. Im ersten Ausstellungsraum ist auch das ganze Moor plastisch dargestellt. Zahlreiche Karten und Präparate zeugen von der Artenvielfalt im Natura 2000 und Ramsargebiet. „Mit der Ramsar-Konvention sollen Feuchtgebiete, die Lebensräume für Wat- und Wasservögel sind, besonders geschützt werden", klärt Schneditz auf, während er uns in den ersten Stock der Tomarkeusche führt. Vom Balkon im ersten Stock hat man freien Blick auf das Moor.

  • Mit der Ramsar-Konvention sollen Feuchtgebiete, die Lebensräume für Wat- und Wasservögel sind, besonders geschützt werden.
    " Robert Schneditz, Biologe

Holzhäuschen mit Panoramablick

Für Schneditz freilich ist der schönste Platz weit weg vom Schatten.

Für Schneditz freilich ist der schönste Platz weit weg vom Schatten. „Ich mag am liebsten die Wiese oberhalb des Moores. Von hier haben Sie den schönsten Ausblick auf diese Naturparadies mit dem Teich.“ Apropos Teich - wer die Pflanzen und Tiere im und um das Gewässer aus der Nähe beobachten möchte, ist im Bootshaus bestens aufgehoben. Das idyllische Holzhäuschen bietet mit seinem großen Panoramafenster nicht nur einen angenehmen Luftzug. Von diesem schattigen Platz aus können Sie mit etwas Glück auch den berühmten Eisvogel beobachten, wie er zum Fischfang Kopfüber ins Wasser stürzt. Oder die vom Blütenstaub bundgefärbte Teichoberfläche bewundern. Naturliebhaber bekommen an diesem schattigen Plätzchen detaillierte Informationen zur Flora und Fauna.

Das Moor ist dicht

Das Einsinken ist nicht möglich

Robert Schneditz führt uns durch den Wald zum Moor. Er räumt mit dem weit verbreiteten Irrglauben auf, wonach Menschen hier versinken könnten: „Das Moor hat eine viel zu hohe Dichte. Das Einsinken geht nur, wenn man ein Lebewesen mit Gewalt hineinsteckt. Dann wird es mumifiziert und behält auch nach Jahren noch seine Gestalt.“ Wir möchten das nicht ausprobieren, sondern bleiben bei einem Schmetterling stehen, der gerade eine Blüte aufsucht.

Ganz in der Nähe des Teichs unter schattenspendenden Bäumen. Und plötzlich merken wir erst, dass wir die ganze Wanderung hinweg keine Hitze spürten. Die Erklärung folgt sogleich: Im Feuchtgebiet verdunstet an einem Hochsommertag wie diesem ein ganzer Zentimeter der Wasserfläche. Und diese Verdunstung kühlt die Umgebung merkbar ab. „Ich sagte ja, dass wir hier in der Eiszeit sind“, lacht Schneditz und zeigt uns die nächste, zufrieden Nektar sammelnde Hummel.


Wanderungen durch das Moor

und im Anschluss in die Buschenschänke

Die Wanderung durch das Sablatnigmoor ist auch ohne Führung möglich, eine Vielzahl an Hinweistafeln helfen. Und danach wartet in der Buschenschenke Kordesch ein kühles Glas Most und eine herzhafte Jause.